Frankreich kündigt Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs von Xylella fastidiosa auf Korsika an
Nach der Bestätigung einer Infektion mit dem tödlichen Bakterium hat das französische Landwirtschaftsministerium Maßnahmen zur Eindämmung seiner Ausbreitung angekündigt.
Nach dem bestätigten Auftreten
des tödlichen Bakteriums Xylella Fastidiosa
(Xf) auf der französischen Insel Korsika hat das französische Landwirtschaftsministerium Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung angekündigt.
Siehe auch: Umfassende Berichterstattung zum Ausbruch
von Xylella Fastidiosa
Das Bakterium wurde am 22. Juli in Myrtenblättrigen Milchkrautpflanzen in Propiano, Südkorsika, eindeutig identifiziert. Die lokalen Behörden ergriffen sofort Maßnahmen, indem sie die infizierten Pflanzen sowie alle anderen Pflanzen im Umkreis von 10 Metern, die für das Bakterium anfällig sind, vernichteten. Auch die Vegetation im Umkreis von einem Kilometer um die infizierte Zone wurde sorgfältig auf eine Ansteckung untersucht.
Unterdessen kündigte der französische Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll an, dass zusätzliche Mittel bereitgestellt würden, um den Ausbruch einzudämmen und Präventivmaßnahmen zu ergreifen, und dass in Kürze eine Ad-hoc-Expertenmission nach Korsika entsandt werde. Der Minister empfahl zudem, die Anzahl der Pflanzen zu begrenzen, die nicht unter das Einfuhrverbot für Pflanzen nach Korsika fallen.
In
einer Pressemitteilung
des französischen Landwirtschaftsministeriums vom 29. Juli wurde bekannt gegeben, dass Le Foll während einer Reise nach Korsika beschlossen habe, die Zahl der Mitarbeiter in der korsischen Geschäftsstelle der Regionalen Föderation zur Abwehr von Schadorganismen (Fédération Régionale de Défense contre les Organismes Nuisibles – Fredon) für einen Zeitraum von drei Monaten unverzüglich zu verdoppeln und Notfallmittel für eine Untersuchung des Infektionsherdes bereitzustellen. Darauf folgt eine Expertenmission nach Korsika mit dem Ziel, die epidemiologische Untersuchung des Infektionsursprungs zu unterstützen, festzustellen, ob die als Xf-Überträger bekannten Insekten mit dem Bakterium kontaminiert sind, ein besseres Verständnis potenzieller Überträger zu entwickeln und zu ermitteln, ob bestimmte Risikofaktoren berücksichtigt werden sollten, um eine weitere Ausbreitung des Bakteriums zu verhindern.