Studie zur Bekämpfung der Fruchtfliege erhält Forschungspreis
Eine preisgekrönte Arbeit schlägt eine effiziente, wirtschaftlich tragfähige und umweltfreundliche Lösung für ein altbekanntes Problem vor.
Der spanische Olivenölhersteller Castillo de Canena hat seinen dritten internationalen Luis-Vañó-Forschungspreis an eine Studie verliehen, die sich mit einer effizienten, wirtschaftlich tragfähigen und umweltfreundlichen Methode zur Bekämpfung der Olivenfliege befasst. Die Gewinnerarbeit wurde von der Forschungsgruppe AGR 163 der Universität Córdoba und dem International Campus of Food and Agriculture (ceiA3) durchgeführt.
Fakultätsmitglieder der University of California in Davis und der Universität Jaén wurden von Castillo de Canena eingeladen, an der Bewertung der für den Wettbewerb eingereichten Arbeiten teilzunehmen. Je vier Mitglieder jeder Universität bildeten die beiden Jurys, die die Arbeiten unabhängig voneinander bewerteten.
Die Gewinnerarbeit bestätigte eine vielversprechende neue Methode zur Bewältigung des größten Problems, mit dem Olivenbauern weltweit konfrontiert sind.
Dan Flynn, Geschäftsführer des UC Davis Olive Center, erklärte gegenüber Olive Oil Times, dass er und Juan Gómez, der Rektor der Universität Jaén, „erfreut waren, dass die beiden Jurys die Arbeiten sehr ähnlich bewerteten“.
Die siegreiche Studie, die sich über vier Jahre erstreckte, untersuchte den Einsatz eines Pilzes namens Metarhizium brunneum – eines natürlichen Feindes der Olivenfruchtfliege – als ökologische Alternative zur Bekämpfung der unerwünschten Insekten der Art Bactrocera oleae.
Bei der Anwendung auf Betrieben mit konventionellen Anbaumethoden gelang es mit der in der Studie vorgestellten Lösung, die Fliegenpopulation um 50 Prozent zu reduzieren: ein wichtiges Ergebnis, da Schäden durch Olivenfruchtfliegen zu Produktionsverlusten von bis zu 40 Prozent führen können.

Enrique Quesada Moraga, Forscher an der Universität Córdoba
Flynn erläuterte die potenziellen Auswirkungen der Forschung: „Die preisgekrönte Arbeit bestätigte eine vielversprechende neue Methode zur Bewältigung des größten Problems, mit dem Olivenbauern weltweit konfrontiert sind.“
Europäische Erzeuger stehen seit einer Richtlinie aus dem Jahr 2014 über den Einsatz nachhaltiger Insektizide unter Druck, nach Alternativen zur Lösung des Problems zu suchen. Auch kalifornische Erzeuger sind auf der Suche nach anderen Optionen.
„Kalifornische Olivenbauern sind sehr daran interessiert, neue Mittel zu finden, die bei der Bekämpfung der Olivenfruchtfliege wirksam, nachhaltig und erschwinglich sind“, sagte Flynn. „Ich gehe davon aus, dass viele Erzeuger bereit sein werden, die in der preisgekrönten Arbeit vorgestellte Bodenbehandlungsmethode anzuwenden.“
Die Forscher der Studie werden ihre Auszeichnung sowie 6.000 € im April dieses Jahres im Castillo de Canena entgegennehmen, wo die Ergebnisse der Arbeit auch in einer zweisprachigen Publikation vorgestellt werden.