Landwirteverband in Spanien kritisiert Plan zur Unterstützung traditioneller Olivenbauern
Asaja bezeichnete den für die 1,9 Millionen Hektar traditionellen Haine des Landes vorgeschlagenen Geldbetrag als „unzureichend“ und fehlgeleitet.
Der spanische Verband junger Landwirte und Viehzüchter (Asaja) hat den Finanzhilfeprogramm des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) zur Förderung der traditionellen Olivenbauern des Landes kritisiert.
Asaja bezeichnete die Mittel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der traditionellen Olivenhaine des Landes als „vage und lächerlich“, da sie sich an Erzeugerorganisationen und Genossenschaften statt an die Erzeuger selbst richteten.
Solange die traditionellen Olivenhaine keine finanzielle Unterstützung erhalten, werden sie vollständig verschwinden. Wir haben auf Hilfe für diesen Sektor gewartet, damit er überleben kann.
Asaja äußerte diese Behauptungen, nachdem sie den Plan des Ministeriums analysiert und festgestellt hatte, dass er nicht zweckmäßig sei. Die Organisation erarbeitete zudem eine Reihe von Vorschlägen, die sie dem Ministerium übermitteln will, um die Maßnahmen in diesem Sektor zu verbessern.
In ihrem Vorschlag betonte Asaja die Notwendigkeit, dass das Ministerium seine Strategie für finanzielle Hilfen überdenken müsse. An erster Stelle steht dabei die Aufstockung der für das Projekt vorgesehenen Mittel. Asaja erklärte, die vorgeschlagenen 30 Millionen Euro seien unzureichend.
Siehe auch: Spanien und Portugal beantragen europäische Hilfe zur Bekämpfung der anhaltenden Dürre„Angesichts der Komplexität der Antragstellung befürchten wir sehr, dass diese Hilfe letztlich verloren geht, da sie nicht nur gering ist, sondern auch nicht diejenigen erreichen wird, die sie wirklich benötigen“, so Asaja.
Blanca Corroto, die Vorsitzende von Asaja-Toledo, erklärte gegenüber Agropopular, dass die 30 Millionen Euro „ein unbedeutender Geldbetrag“ seien.
„Solange die traditionellen Olivenhaine keine finanzielle Unterstützung erhalten, werden sie vollständig verschwinden“, fügte sie hinzu. „Wir haben auf Hilfe für diesen Sektor gewartet, damit er überleben kann.“
Nach Angaben von Juan Vilar Strategic Consultants verfügt Spanien über fast 1,9 Millionen Hektar traditioneller Olivenhaine, die etwas mehr als 70 Prozent aller Olivenhaine des Landes ausmachen.
Der Sektor beschäftigt etwa 350.000 Arbeitnehmer und erwirtschaftet jährlich 32 Millionen Euro an Löhnen, was ihn zu einer äußerst wertvollen Branche macht.
In der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben sich die Europäische Union und das MAPA verpflichtet, die traditionellen Olivenhaine zu unterstützen, in Anerkennung der entscheidenden Rolle, die der Sektor in der Olivenölindustrie spielt.
Im vergangenen Juni erklärte Landwirtschaftsminister Luis Planas vor dem Senat: „Wir werden ein spezifisches Programm entwickeln, da dies für die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors von großer Bedeutung ist.“