Neues Gesetz in Andalusien zur Förderung des ökologischen Landbaus

Viele andalusische Olivenölproduzenten beteiligen sich an einer Initiative, die als bedeutender Vorstoß zur Ausweitung des ökologischen Landbaus in der Region bezeichnet wird.

In Spanien haben die andalusischen Kommunalbehörden den Vorentwurf eines neuen Gesetzes genehmigt, das den Verbrauch von Bio-Lebensmitteln ankurbeln soll. Das neue Gesetz wird als wichtiger Impuls für den Ausbau der regionalen Bio-Produktion angesehen.

Die lokalen Behörden erklärten, das neue Gesetz solle dem geringen Verbrauch an Bio-Lebensmitteln in Andalusien entgegenwirken. Nur 2,3 Prozent aller lokal produzierten Lebensmittel stammen aus biologischem Anbau.

Siehe auch: Europäische Auszeichnungen für den ökologischen Landbau

Nach der Verabschiedung wird die neue Maßnahme eine Reihe von Werbekampagnen in verschiedenen Medien umfassen, darunter auch institutionelle Kommunikationskampagnen.

Nach Angaben der Initiatoren wird das Gesetz modernisierte Informationssysteme bereitstellen, die einen besseren Zugang zu den Statistiken des Sektors ermöglichen. Die neuen Informationssysteme sollen den Austausch von Informationen und Ideen zwischen den beteiligten Einrichtungen und Beratern erleichtern.

Die Förderung der Forschung im Bereich der ökologischen Produktion wird ebenfalls in die neue Maßnahme aufgenommen. Eine der bedeutendsten landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen des Landes, das Institut für Agrar- und Fischereiforschung und -ausbildung (IFAPA), ist bereits intensiv daran beteiligt, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in Andalusien zu erarbeiten.

Das neue Gesetz soll mindestens 15 Prozent des Budgets des Plans zur Entwicklung des ländlichen Raums beanspruchen. Weitere Mittel werden direkt aus dem Haushalt der Regionalregierung bereitgestellt.

Wie Asaja Jaén berichtet, wies die Landwirtschaftsministerin der andalusischen Regierung, Carmen Crespo, darauf hin, dass die Region bereits 29,7 Prozent ihrer Produktion auf ökologischen Landbau umgestellt hat – fast fünf Prozentpunkte über dem von der Europäischen Union für 2030 festgelegten Ziel von 25 Prozent.

Crespo betonte, dass mittlerweile 1,3 Millionen Hektar andalusischen Landes für den ökologischen Landbau genutzt werden, wobei mehr als 3.000 Unternehmen und fast 5.500 Viehzuchtbetriebe in diesem Sektor tätig sind.

Den größten Teil der ökologischen Anbaufläche machen Weiden, Wiesen und Futterflächen aus (875.000 Hektar). Ökologische Olivenhaine umfassen 117.380 Hektar, weit mehr als die Fläche, die von ökologischen Nüssen, Getreide, Hülsenfrüchten und anderen Kulturen eingenommen wird.

Nach den neuesten Daten der andalusischen Regierung wächst der Sektor des ökologischen Landbaus in der Region deutlich.

Von 2020 bis 2021 stieg die Zahl der lokalen Bio-Erzeuger, Lebensmittelverarbeitungsbetriebe sowie der damit verbundenen Import- und Vermarktungsunternehmen von etwa 21.500 auf fast 30.000. Derzeit sind 493 Bio-Olivenölmühlen, Abfüller und Verpacker tätig.

Crespo würdigte zudem das Interesse der andalusischen Landwirte und Unternehmer an dem Projekt.