2020 war das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und bildete den Abschluss des weltweit wärmsten Jahrzehnts
Die Jahresdurchschnittstemperaturen auf der Nordhalbkugel erreichten Rekordwerte, wobei die größten Abweichungen in der Arktis und in Europa zu verzeichnen waren.
Die globalen Durchschnittstemperaturen im Jahr 2020 waren die höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen und markierten damit das Ende des ebenfalls wärmsten Jahrzehnts (2011 bis 2020), das jemals verzeichnet wurde.
Nach Angaben des Copernicus Climate Change Service lag das Jahr 2020 um 0,6 °C über dem Referenzwert für den Zeitraum 1981 bis 2010 und um 1,25 °C über dem vorindustriellen Niveau.
Es ist keine Überraschung, dass das letzte Jahrzehnt das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war, und es ist ein weiterer Hinweis auf die Dringlichkeit ehrgeiziger Emissionsreduktionen, um negative Klimaauswirkungen in der Zukunft zu verhindern.
Die Daten der von der Europäischen Union anerkannten Einrichtung zeigen zudem, dass die letzten sechs Jahre die wärmsten sechs Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren, wobei 2020 und 2016 die heißesten Jahre waren.

Zu den am stärksten betroffenen Gebieten gehörten die Arktis und Teile Nordsibiriens, wo Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 3 °C und 6 °C über dem Referenzwert von 1981 bis 2010 verzeichnet wurden, darunter die höchste jemals über dem Polarkreis gemessene Temperatur – 38 °C.
Siehe auch: Nachrichten zum Klimawandel2020 erwies sich zudem als das heißeste Jahr, das jemals in Europa gemessen wurde. Der Kontinent, der für rund 70 Prozent der weltweiten Olivenölproduktion verantwortlich ist, erlebte seinen heißesten Winter, wobei die Temperaturen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2016 um etwa 1,4 °C übertrafen.
Im Allgemeinen verzeichnete die Nordhalbkugel (mit Ausnahme einer Region im Zentrum des Nordatlantiks) während des gesamten Jahres die höchsten Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die südliche Hemisphäre verzeichnete hingegen Temperaturen leicht unter dem Durchschnitt, was teilweise auf den kühlenden Einfluss von La Niña zurückzuführen war.
„Das Jahr 2020 zeichnet sich durch außergewöhnliche Wärme in der Arktis und eine Rekordzahl an tropischen Stürmen im Nordatlantik aus“, sagte Carlo Buontempo, Direktor des Copernicus Climate Change Service.
Siehe auch: Herausforderungen für Landwirte, da das Mittelmeerbecken heißer und trockener wird„Es ist keine Überraschung, dass das letzte Jahrzehnt das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war, und es ist ein weiterer Hinweis auf die Dringlichkeit ehrgeiziger Emissionsreduktionen, um negative Klimaauswirkungen in der Zukunft zu verhindern“, fügte er hinzu.
Die Organisation wird im Vorfeld des jährlichen EU-Klimagipfels im April eine vollständige und detailliertere Analyse ihrer neuesten Erkenntnisse veröffentlichen.