Cobram Estate übernimmt California Olive Ranch im Rahmen eines 173,5-Millionen-Dollar-Deals
Durch den Deal werden sich die Olivenhaine von Cobram Estate in Kalifornien mehr als verdoppeln und die Präsenz des Unternehmens auf dem US-Markt ausbauen, was jedoch auch Bedenken hinsichtlich einer Konsolidierung der Branche aufkommen lässt.
Cobram Estate Olives hat sich bereit erklärt, California Olive Ranch für 173,5 Millionen Dollar zu übernehmen, wodurch ein gemeinsames Unternehmen entsteht, das die größten Olivenölproduzenten Australiens und der Vereinigten Staaten vereint.
Die Transaktion, die durch eine Kombination aus Barzahlung, Verkäuferanleigen und einer Earn-out-Regellung finanziert wird, wird die Präsenz von Cobram Estate in Kalifornie mehr als verdoppeln und den Kundenstamm auf dem US-Markt dermalig erweitern.
„Die Übernahme von California Olive Ranch bietet Cobram Estate Olives eine Reihe überzeugender strategischer und finanzieller Vorteile“, sagte der Vorsitzende Rob McGavin.
„Sie erweitert unsere Anbaufläche für Oliven in Kalifornien sofort von etwa 1.422 Hektar auf rund 3.292 Hektar bepflanzter Olivenhaine und beschleunigt gleichzeitig das Umsatzwachstum durch die Hinzufügung etablierter, hochwertigen Haushaltsmarken“, fügte er hinzu.

Rob McGavin (links), Mitbegründer von Cobram Estate, beschrieb die Übernahme als eine Kombination aus strategischen und finanziellen Vorteilen.
McGavin sagte außerdem, dass die Forschungsressourcen von Cobram Estate Olives, darunter Modern Olives und Oliv.iQ, von den erheblichen Investitionen von California Olive Ranch in Forschung und Technologie profitieren würden, einschließlich der Satellitenüberwachung ihrer Olivenhaine.
Cobram Estate Olives, früher bekannt als Boundary Bend, ließ sich 2015 erstmals in Kalifornien nieder und errichtete eine Ölmühle, Abfüll- und Lagereinrichtungen sowie Büros, bevor das Unternehmen mit der Suche nach Olivenhainen begann.
Seitdem hat sich Cobram Estate zu einem der größten Olivenölproduzenten Kaliforniens entwickelt und im Jahr 2021 den zweitgrößten Olivenhain mit mittlerer Pflanzdichte in den Vereinigten Staaten angelegt.
Das Unternehmen gab an, im Erntejahr 2025/26 in Kalifornien 3 Millionen Liter Olivenöl produziert zu haben und über kommerzielle Vereinbarungen zum Kauf weiterer 800.000 Liter im Laufe der Saison zu verfügen.
Im Gegensatz zu Cobram Estate Olives, das in Australien börsennotiert ist und detaillierten Berichtspflichten unterliegt, veröffentlicht California Olive Ranch keine Produktionszahlen.
Das Unternehmen bewirtschaftet jedoch 1.870 Hektar Olivenhaine, von denen es 14 Prozent vollständig besitzt, während der Rest langfristig gepachtet ist. California Olive Ranch ergänzt seine Produktion zudem durch Verträge mit Olivenbauern im gesamten Bundesstaat.
Trotz seiner Position als führender US-Hersteller stammen etwa 30 Prozent des Umsatzes von California Olive Ranch aus der kalifornischen Produktion, während der Rest durch seine „Global Blend“-Marken erzielt wird, die aus importierten Olivenölen hergestellt werden.
Durch die Übernahme entsteht der nach Umsatz mit Abstand größte Olivenölproduzent und -verkäufer in den Vereinigten Staaten. Laut dem Marktforschungsunternehmen Pristine Market Insights rangiert California Olive Ranch nach Umsatz auf Platz zwölf der weltweit größten Olivenölunternehmen, während Cobram Estate auf Platz sechzehn liegt.

Cobram Estate Olives, früher bekannt als Boundary Bend, ließ sich 2015 erstmals in Kalifornien nieder.
Während die Finanzwelt den Deal begrüßte, äußerten einige kalifornische Interessengruppen Bedenken, dass eine weitere Konsolidierung australische Aktionäre auf Kosten der US-Verbraucher begünstigen könnte.
„Ist das eine ‚große‘ Neuigkeit, die ‚Glückwünsche‘ verdient, oder nur eine weitere Konsolidierung innerhalb der Agrarindustrie und der Weltwirtschaft?“, schrieb Kolston Christenson, Vertriebsmitarbeiter bei Bioflora mit Sitz in Kalifornien, einem Anbieter von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln, auf LinkedIn.
„Die Olivenölpreise sind gegenüber den Höchstständen des letzten Jahres um mehr als 50 Prozent gefallen. Wenn die Märkte unter Druck geraten, sieht man Reaktionen“, fügte er hinzu. „Die Konsolidierung mag der M&A-Branche zugutekommen, aber was bedeutet dieser Schritt für die kalifornische Landwirtschaft?“