Neues Schulungs- und Verkostungszentrum für Olivenöl in der Provence eröffnet

Das neue Zentrum auf der Domaine de La Royère wird zertifizierte Schulungen, sensorische Workshops sowie Programme zu den Themen Qualität, Nachhaltigkeit und Oliventourismus anbieten.

Auf der Domaine de La Royère in Oppède, einem Dorf in der Region Luberon in Südfrankreich, wurde ein neues Zentrum für professionelle Olivenöl-Schulungen und -Verkostungen eröffnet.

Das Zentrum wurde von L’HOVE – kurz für „L’Huile d’Olive Vierge Extra“ – in Zusammenarbeit mit Valérie und Yannick Panagiotis, den Eigentümern der Domaine de La Royère, gegründet.

L’HOVE wird von den Oleologinnen Cécile Le Galliard, Cécile Cron und Alexandra Gauquelin-Roché geleitet. Die Organisation erklärte, die neue Einrichtung werde professionelle Fortbildungen, Verbraucheraufklärung und Möglichkeiten zum fachlichen Austausch innerhalb der Olivenölbranche bieten.

Das Zentrum umfasst einen professionellen Olivenöl-Verkostungsraum, der gemäß den vom Internationalen Olivenrat festgelegten Protokollen ausgestattet ist, sowie Unterrichtsräume und Räumlichkeiten für sensorische Workshops.

Die Programme richten sich an Olivenbauern, Ölmühlenbetreiber, Händler, Köche und andere Fachleute aus der Lebensmittelbranche. Das Lehrangebot umfasst Fachkurse zu verschiedenen Phasen der Olivenöl-Wertschöpfungskette sowie eine von „France Compétences“ anerkannte berufliche Zertifizierung.

Three curved glass cups filled with olive oil sit on a table next to a color palette.

Laut L’HOVE sollen im September Online-Kurse beginnen, die die ganzjährig im Zentrum stattfindenden Programme ergänzen.

Die Organisation plant zudem, den Standort für Diskussionen und angewandte Forschung in den Bereichen Olivenölqualität, Wassermanagement, Bodengesundheit und produktive Verwendungsmöglichkeiten für Nebenprodukte der Olivenölgewinnung zu nutzen.

Zu den weiteren Forschungsschwerpunkten sollen nachhaltige Produktion, Biodiversität, sensorische Analyse und die Entwicklung des Olivenöltourismus gehören.

L’HOVE erklärte, man beabsichtige, Partnerschaften mit Universitäten, Forschungsinstituten und internationalen Organisationen aufzubauen, obwohl konkrete Kooperationen noch nicht bekannt gegeben wurden.

Zu den Zukunftsplänen für den Standort gehören ein Arboretum für Olivensorten, eine experimentelle Olivenmühle, wissenschaftliche Tagungen und gemeinsame Forschungsprogramme.

Die Gründer des Zentrums erklärten, die Initiative werde durch berufliche Fortbildungen und den Austausch fachlicher Praktiken auch die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und anderen olivenproduzierenden Ländern des Mittelmeerraums fördern.