Die Pläne für ein Olivenöl-Forschungsinstitut in Jaén rücken einen Schritt näher an die Verwirklichung
Das neue Institut an der Universität Jaén wird Innovationen im Olivenanbau und in der Olivenölproduktion vorantreiben und Forschungsbemühungen fördern.
Die Universität Jaén ist der Gründung ihres neuen Akademischen Instituts für Oliven- und Olivenölforschung einen Schritt näher gekommen, nachdem der andalusische Hochschulrat zugestimmt hat, ein befürwortendes Gutachten für dessen Gründung abzugeben.
„Das Institut wird die Forschung, Entwicklung und Innovation in allen Bereichen leiten … und ein Netzwerk von Forschern fördern, die sich für ein tieferes Verständnis von Oliven und Olivenölen einsetzen und dabei mit allen Akteuren des Sektors zusammenarbeiten“, erklärte die Universität in einer Pressemitteilung.
Siehe auch: Andalusische Olivenölexporte erholen sich nach schwieriger Ernte„[Unser Ziel ist es], Innovationen hervorzubringen, die es uns ermöglichen, Verbesserungen in allen Phasen des Produktionszyklus einzuführen“, fügten Vertreter der Universität hinzu. „Damit sollen Modernisierung, Professionalität und eine höhere Produktivität in der Branche gefördert werden.“
Die Pläne zur Gründung des neuen Instituts werden nun an die andalusische Regierung weitergeleitet, die diese voraussichtlich genehmigen wird.
Nach seiner Gründung wird es das Ziel des Instituts sein, zur Innovation der Prozesse im Olivenanbau, bei der Ernte und der Ölproduktion beizutragen, die Forschung effizienter zu gestalten und ein Kooperationsnetzwerk aus Wissenschaftlern und Fachleuten der Branche aufzubauen.
Das neue Institut wird seinen Sitz in Jaén haben und damit im Herzen der spanischen Olivenölproduktion angesiedelt sein. Im Erntejahr 2020/21 produzierte die kleine andalusische Provinz so viel Olivenöl wie Italien, Portugal und Griechenland zusammen.
Generell ist Andalusien die mit Abstand bedeutendste spanische Region für den Olivenanbau. Im Laufe der Geschichte schwankte die Größe der Olivenanbauflächen in der autonomen Gemeinschaft.
Seit 1888 hat sich die Olivenanbaufläche in Andalusien laut Daten der UNESCO von 1,1 Millionen Hektar auf 2,5 Millionen Hektar vergrößert. Im gleichen Zeitraum hat sich die Größe der Olivenhaine in der Provinz Jaén verdreifacht und ist von 190.000 Hektar auf 600.000 Hektar gewachsen.
Mit seinen 70 Millionen Olivenbäumen ist Andalusien für etwa 30 Prozent der weltweiten Olivenölproduktion und für 20 Prozent der Tafelolivenproduktion verantwortlich.