Forscher entdecken neuroprotektive Wirkung von Picholine-Olivenölen

Hydroxyzimtsäuren, die in den nativen Olivenölen extra der Sorte „Picholine“ reichlich enthalten sind, zeigen eine neuroprotektive Wirkung gegen Ablagerungen von B-Amyloid-Peptid-Plaques im Gehirn, die bei Alzheimer auftreten.

Die mediterrane Ernährung ist bekannt für ihre vielfältigen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, von denen viele auf den reichlichen Verzehr von nativem Olivenöl extra zurückgeführt werden.

Mehrere Studien haben die Rolle von nativem Olivenöl extra bei der Reduzierung von oxidativem Stress anerkannt, der ein Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen ist.
Siehe auch: Gesundheitliche Vorteile
von Olivenöl Oxidativer Stress kann Veränderungen an der DNA, den Lipiden und den zellulären Proteinen verursachen, und Neuronen sind besonders anfällig für die Angriffe freier Radikale, die als Folge von oxidativem Stress entstehen.

Obwohl westliche Länder eine hohe Lebenserwartung aufweisen, nehmen neurologische Erkrankungen wie Alzheimer zu, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt und die öffentlichen Gesundheitsdienste stark belastet.

Alzheimer ist durch Ablagerungen von B-Amyloid (AB)-Peptid-Plaques im Gehirn gekennzeichnet, die sowohl durch oxidativen Stress ausgelöst als auch verstärkt werden.

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von oxidativem Stress und der Entstehung solcher Erkrankungen, da wichtige Nährstoffe bioverfügbare Antioxidantien und wirkungsvolle Verbindungen liefern, die die Auswirkungen freier Radikale abmildern können.

Natives Olivenöl extra ist ein Nahrungsmittel, das nachweislich eine Vielzahl von Erkrankungen bekämpft, die durch oxidativen Stress verstärkt werden, darunter Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Diese Wirkungen sind vor allem auf biologisch aktive phenolische Verbindungen zurückzuführen, die in nativem Olivenöl extra enthalten sind, darunter Tyrosol, Hydroxytyrosol, Oleocanthal, Oleuropein und Ölsäure, um nur einige zu nennen.

Andere phenolische Verbindungen, Hydroxyzimtsäuren wie p-Cumarinsäure, Ferulasäure, Kaffeesäure und Vanillinsäure, wurden in mehr als 97 Studien untersucht und haben sich ebenfalls als gut resorbierbar erwiesen.

Im Vergleich zu anderen Ölsorten sind Hydroxyzimtsäuren in nativem Olivenöl extra aus der Olivensorte Picholine besonders hoch konzentriert. Daher versuchte eine kürzlich in Cytotechnology veröffentlichte Studie, die neuroprotektive Wirkung von nativem Olivenöl extra zu bestimmen, wobei ein besonderes Interesse daran bestand, festzustellen, ob die Vorteile auf die Hydroxyzimtsäuren zurückzuführen sind.

Die Forscher verwendeten eine handelsübliche Sorte von extra nativem Olivenöl der Sorte Picholine aus Südfrankreich, um die Hydroxyzimtsäurekonzentrationen zu bestimmen. Sie führten die Tests an menschlichen neurotropen Zellen durch, die über insgesamt 90 Stunden unter Standardmessverfahren zur Prüfung der neuroprotektiven Wirkung solcher Wirkstoffe inkubiert wurden. Die Zellen wurden mit verschiedenen Verdünnungen von extra nativem Olivenöl behandelt, die von niedrigen Konzentrationen von 1/10000 bis zu höheren Konzentrationen von 1/100 reichten.

Wie erwartet zeigten höhere Konzentrationen größere Vorteile. Doch selbst niedrigere Konzentrationen von 1/10.000 bis 1/1.000 zeigten, dass natives Olivenöl extra in bestimmten Zellen eine neuroprotektive Wirkung gegen die AB-Toxizität hat. Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass ein Teil dieser Wirkung auf den Gehalt an Hydroxyzimtsäuren zurückzuführen ist.

Sie schlagen vor, dass weitere Forschungsarbeiten zu Lebensmitteln, die Hydroxyzimtsäuren enthalten, eine vielversprechende therapeutische Strategie zur Reduzierung von oxidativem Stress bei neurodegenerativen Erkrankungen darstellen könnten.