Studie legt nahe, dass die mediterrane Ernährung für Schwangere von Vorteil ist

Die Studie ergab, dass schwangere Frauen, die sich mediterran ernährten, weniger an Gewicht zunahmen und ein geringeres Risiko hatten, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken.

Eine diese Woche in PLOS Medicine veröffentlichte Studie legt nahe, dass die mediterrane Ernährung für Schwangere gewisse gesundheitliche Vorteile bieten könnte.

Die Studie wurde von Shakila Thangaratinam und einem Forscherteam der Queen Mary University of London durchgeführt. Die 1.252 an der Studie teilnehmenden Frauen wurden aus fünf verschiedenen englischen Entbindungsstationen ausgewählt und stammten aus unterschiedlichen sozialen Schichten.

Die Studienergebnisse zeigten, dass die mediterrane Ernährung Vorteile wie eine Verringerung der schwangerschaftsbedingten Gewichtszunahme und ein geringeres Risiko für Schwangerschaftsdiabetes bei werdenden Müttern bieten könnte.

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Alle an der Studie beteiligten Frauen waren älter als 16 Jahre, hatten unterschiedliche Hintergründe und wiesen einen metabolischen Risikofaktor auf. Dazu zählen Adipositas, Bluthochdruck, chronische Hypertonie oder Hypertriglyceridämie.

Das bedeutet, dass ihr Risiko für schwangerschaftsbedingte Komplikationen hoch war. Die Forscher gaben den Schwangeren in der 18., 20. und 28. Woche Ernährungsempfehlungen. 593 hielten sich an die Diät, während 612 die Kontrollgruppe bildeten.

Im Allgemeinen ist die mediterrane Ernährung reich an Obst, Gemüse, Nüssen, nativem Olivenöl extra, unraffinierten Getreideprodukten und Hülsenfrüchten, Geflügel sowie Meeresfrüchten. Sie enthält zudem wenig rotes Fleisch und verarbeitete Lebensmittel. Oftmals werden Mahlzeiten dabei eher als gemächliche gesellige Aktivitäten betrachtet und nicht als hastige Angelegenheiten.

Forscher der Queen Mary University stellten fest, dass Frauen, die sich mediterran ernährten, seltener an Schwangerschaftsdiabetes erkrankten. Diese Erkrankung betrifft zwischen zwei und zehn Prozent der Schwangeren in den Vereinigten Staaten. Nach Angaben des Center for Disease Control entwickelt etwa die Hälfte der Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes erkranken, später Typ-2-Diabetes.

Schwangerschaftsdiabetes kann auch ein Faktor für Schwangerschaftskomplikationen bei werdenden Müttern sein, wie zum Beispiel Bluthochdruck. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bringen mit höherer Wahrscheinlichkeit Kinder zur Welt, die zu groß sind, zu früh geboren werden oder per Kaiserschnitt entbunden werden.

Bei den Studienteilnehmerinnen, die sich mediterran ernährten, sank das Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, um 35 Prozent. Während die durchschnittliche Gewichtszunahme in der Kontrollgruppe bei 8,3 Kilogramm lag, betrug die durchschnittliche Gewichtszunahme der Frauen, die sich mediterran ernährten, 6,8 Kilogramm.

Zwar deutet die Studie darauf hin, dass diese Ernährungsweise die Gewichtszunahme verringert und das Risiko der Mutter, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, senkt, doch scheint sie gewisse Grenzen zu haben. Die mediterrane Ernährung schien keinen Einfluss auf das Gesamtrisiko von Komplikationen bei Mutter oder Kind zu haben.

Die Autoren der Studie fordern weitere Forschungsarbeiten, um weitere mögliche Vorteile der Mittelmeerdiät für werdende Mütter aufzudecken. Zukünftige Studien sind notwendig, um herauszufinden, ob diese Ernährungsweise das Risiko für Fettleibigkeit, Asthma und Allergien bei Kindern sowie das Risiko der Mutter, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, senken kann.