Die Olivenölproduktion wird in Oman immer rentabler

Das ölreiche Land am Golf pflanzte vor etwa zehn Jahren seine ersten Olivenbäume für den kommerziellen Anbau, die nun Früchte tragen und den Landwirten Erträge bescheren.

Die Bemühungen um eine Diversifizierung der omanischen Wirtschaft tragen Früchte, wie Vertreter des kleinen Königreichs an der Südostküste der Arabischen Halbinsel mitteilen.

Die bergige Region Al Jabal Al Akhdar, die früher für ihre Granatäpfel, Aprikosen und Feigen bekannt war, entwickelte sich rasch zum Zentrum der omanischen Olivenölproduktion.

Zehn Jahre nach der Anpflanzung der ersten Olivenbäume in der Region ernteten die Produzenten in Al Jabal Al Akhdar im Erntejahr 2022/23 10.000 Liter Olivenöl von 20.000 Bäumen, die auf 40 Hektar gepflanzt waren.

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Dieser Ertrag, der auf rund 200.000 Omani-Rial (484.000 €) geschätzt wird, markierte einen bedeutenden Meilenstein für den Olivenanbau in der Region“, sagte Abdul Aziz bin Mansour al Shanfari, ein Beamter im Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Wasserressourcen des Landes, gegenüber lokalen Medien.

Oman ist ein ölreicher Golfstaat mit 4,5 Millionen Ein­woh­nern. Derzeit werden jedoch er­hebliche An­strengungen unternommen, um die Wirtschaft zu diver­sif­i­eren, wobei Be­amte den Olivenan­bau als einen Weg dazu identif­izier­ten.

Ali Saleh Abdullah Al Forqani, der stellvertretende Generaldirektor der Königlichen Gärten und Landwirtschaftsangelegenheiten Omans, sagte, die Bemühungen des Königreichs zur Förderung der Olivenölproduktion seien Teil umfassenderer Pläne zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung und zur Diversifizierung des Anbaus.

Das Klima und das Gelände von Al Jabal Al Akhdar sind für den Olivenanbau förderlich, insbesondere in Gebieten mit günstigen Bodenbedingungen und ausreichenden Wasserressourcen“, erklärte er gegenüber der Olive Oil Times. Die Nutzung dieser natürlichen Vorteile erleichtert den effektiven Einsatz von Ressourcen.“

Die omanische Regierung verteilt derzeit Tausende kostenloser Olivenbaumsetzlinge an Landwirte, fördert den Anbau von für das Klima Omans geeigneten Olivensorten und bietet Mühlenbetreibern technische Beratung an.

Derzeit verteilt die Regierung 20 Sorten von Tafel- und Öloliven aus Spanien, Ägypten, Tunesien und Syrien, um festzustellen, welche sich am besten für das Klima des Landes eignen.

Laut Al Forqani arbeitet die Regierung zudem mit dem privaten Sektor zusammen, um wissenschaftliche Forschungsergebnisse und praktische Vorführungen zum Olivenanbau, zur Pflege von Olivenhainen und zur Qualitätsbewertung auszutauschen.

Al Jabal Al Akhdar ist eine bergige Region im Norden des Landes, die laut Al Forqani „durch arides bis semiarides Klima gekennzeichnet ist, mit hohen Temperaturen und minimalen Niederschlägen während der Sommermonate“.

Während Datteln, Tomaten, Gurken, grüne Chilischoten, Paprika, Wassermelonen, Sorghum und Melonen die beliebtesten Anbauprodukte in Oman sind, drängen die Auswirkungen des Klimawandels die Landwirte dazu, auf Oliven umzusteigen.

„Der Klimawandel stellt eine erhebliche Herausforderung für die landwirtschaftlichen Praktiken Omans dar, wobei aktuelle Auswirkungen und Zukunftsprognosen in jüngsten Berichten hervorgehoben werden“, sagte Al Forqani. „Diese Auswirkungen unterstreichen, wie wichtig es ist, die Folgen des Klimawandels für die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft zu verstehen und abzumildern.“

Trotz 10 Jahren Olivenanbau ist Olivenöl für Oman nach wie vor ein neues Produkt. Der Großteil des im Land konsumierten Olivenöls wird aus Spanien und den Verbündeten im Nahen Osten importiert, doch Al Forqani sieht Potenzial, insbesondere da das Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile und kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten wächst.

„Da dieses Produkt und dieser Markt in Oman noch relativ neu sind, wird es einige Zeit dauern, bis sie sich etablieren“, sagte er. „Allerdings wächst das Interesse der Verbraucher an den ernährungsphysiologischen Vorteilen authentischer lokaler Produkte wie Olivenöl.“

Al Forqani erklärte, dass Royal Gardens omanische Olivenöle der Extraklasse bei mehreren Qualitätswettbewerben in Europa eingereicht und insgesamt 13 Auszeichnungen erhalten habe.

Solche Erfolge schärfen das Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile und die Qualität dieses Produkts, was in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Zahl der Landwirte geführt hat, die sich dem Olivenanbau widmen, sowie zu einem Anstieg der Zahl der Olivenmühlen und des Absatzes in den letzten fünf Jahren“, sagte er.