Japan könnte bestimmte Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) aus europäischen Ländern anerkennen
Natives Olivenöl extra aus Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien soll auf dem japanischen Markt vor Nachahmungen oder Kopien geschützt werden.
Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei wird die Anerkennung einer Liste von 17 europäischen Lebensmitteln mit geschützten geografischen Angaben prüfen.
Die Liste umfasst fünf Sorten natives Olivenöl extra aus vier Ländern der Europäischen Union sowie Schinken, Käse, Gewürze, Wurst, Brot und Hopfen.
Die folgenden Olivenöle mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) oder geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) wurden in das Abkommen aufgenommen:
- Huile d’olive de la vallée des Baux-de-Provence (Frankreich)
- Chania Kritis (Griechenland)
- Monti Iblei (Italien)
- Aceite de Mallorca (Spanien)
- Montes de Toledo (Spanien)
Das Ministerium hat die Liste Anfang dieses Monats veröffentlicht und wird bis November Stellungnahmen der Öffentlichkeit zu diesem Thema entgegennehmen. Nach Ablauf der Frist für öffentliche Stellungnahmen wird das Ministerium einen Expertenausschuss einberufen, bevor es eine Entscheidung in dieser Angelegenheit trifft.
Produkte mit g.U. oder g.g.A. sind in Europa ein großes Geschäft. Eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2020 ergab, dass Produkte mit g.U. oder g.g.A. einen Wert von fast 75 Milliarden Euro pro Jahr haben.
Siehe auch: BranchennachrichtenExtra-natives Olivenöl macht davon 277 Millionen Euro aus. Derzeit gibt es in der EU 133 extra-native Olivenöle aus sieben Ländern mit einer registrierten g.U.- oder g.g.A.-Zertifizierung.
Ein separater Bericht des italienischen Instituts für Dienstleistungen für den Agrar- und Lebensmittelmarkt (Ismea) ergab, dass der Wert italienischer nativer Olivenöle extra mit geschützter Angabe stetig auf 144 Millionen Euro gestiegen ist.
Die Verhandlungen über den Schutz der geografischen Angaben finden ein Jahr nach dem Abschluss eines ähnlichen Abkommens zwischen der EU und China statt, in dessen Rahmen China 24 europäische native Olivenöle extra anerkennt.
„Dieses Abkommen ist für japanische und europäische Landwirte sehr positiv und wird es auch weiterhin sein“, sagte EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski, als das Abkommen ursprünglich im Februar bekannt gegeben wurde.
„Diese [g.U.- und g.g.A.-]Produkte haben einen echten Mehrwert, der Authentizität und Qualität widerspiegelt und gleichzeitig unsere Landwirte zusätzlich belohnt“, fügte er hinzu.