Biomasse aus Olivenhainen versorgt Heineken-Werk in Südspanien mit Energie
Das Werk wird jährlich bis zu 6.000 Tonnen Schnittabfälle aus Olivenhainen im Umkreis von 90 Kilometern um das Werk erhalten.
Heineken Spanien hat bekannt gegeben, dass sein Werk in Jaén als erstes im Land zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben wird, was zum großen Teil auf die aus lokalen Olivenhainen gewonnene Biomasse zurückzuführen ist.
Die Fabrik wird jährlich bis zu 6.000 Tonnen Schnittabfälle aus Olivenhainen im Umkreis von 90 Kilometern erhalten, die 70 Prozent ihres Energiebedarfs decken. Die restlichen 30 Prozent werden aus lokal erzeugter Solarenergie stammen.
Siehe auch: Spanien setzt auf Bioraffinerien, um neue Einnahmequellen für Kleinproduzenten zu erschließenBei der Bekanntgabe dieses Meilensteins bezeichnete Guillaume Duverdier, Präsident von Heineken Spanien, dies als „einen großen Schritt in unserem Engagement für Nachhaltigkeit und in unserem Bestreben, die umweltfreundlichste Brauerei zu sein“.
„Dieses Projekt, das nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch den Kampf gegen den Klimawandel fördert und den lokalen Landwirten Vorteile bringt, bringt uns unserem Ziel näher, bis 2025 alle unsere Biere emissionsfrei herzustellen“, fügte er hinzu.
Das Projekt bietet nicht nur eine neue Einnahmequelle für lokale Olivenbauern, deren Schnittabfälle aus der Ernte sonst ungenutzt geblieben wären, sondern wird auch rund 4.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen – das entspricht dem Energieverbrauch der nahegelegenen Stadt Martos mit 6.650 Haushalten.
Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass das gesamte in der Fabrik anfallende, gereinigte Abwasser in die Feuchtgebiete des Nationalparks Doñana zurückgeleitet wird – als Teil von Heinekens Engagement für die Kreislaufwirtschaft.
Die Fabrik, die jährlich 29 Millionen Liter Bier produziert, ist seit 1921 in Jaén in Betrieb und beschäftigt 120 Mitarbeiter.
Jaén ist das Zentrum des Olivenanbaus im Land. Die kleine Provinz in Andalusien ist für etwa die Hälfte der Olivenölproduktion des Landes verantwortlich und erbringt regelmäßig so viel Olivenöl wie Italien, Griechenland und Portugal zusammen.