Griechische Erzeuger fordern eine Kommission zur Förderung des Exports

Griechische Olivenproduzenten streben die Einrichtung einer ständigen Kommission zur Förderung des Olivenexports an.

Olivenbauern und Ölmühlenbetreiber in Griechenland wünschen sich, dass die Regierung eine zentrale Rolle bei der Einrichtung einer neuen öffentlichen Beratungskommission zur Förderung des Olivenölexports übernimmt.

Bei einem von der Vereinigung der griechischen Olivenöl-Standardisierungsindustrie (Sevitel) organisierten nationalen Online-Treffen einigten sich Produzenten und Exporteure darauf, die Kommission zu gründen, deren Koordination sie dem Außenministerium und der staatlichen Exportagentur Enterprise Greece übertragen möchten.

Nach Ansicht der Teilnehmer der Sitzung ist eine umfassende Koordinierung der Olivenöl- und Tafelolivenproduktion in Verbindung mit einer nationalen Strategie, die den Olivenölexporten einen Mehrwert verleiht, entscheidend für das Wachstum des Sektors.

„Eine solche Kommission wird als beratendes Gremium fungieren. Man könnte sagen, dass das laufende Jahr die Saison des griechischen Olivenöls ist. Es ist eine Gelegenheit, neue Märkte für das Produkt zu erschließen. Um solche Ziele zu erreichen, brauchen wir jedoch Koordination und strategische Planung“, sagte Giorgos Oikonomou, Generaldirektor bei Sevitel, und spielte dabei auf die derzeitige reichhaltige Olivenernte an.

Wie AgroTypos berichtet, betonten bei dem Treffen viele Vertreter und Experten der Branche die Notwendigkeit, griechisches Olivenöl unter einer Marke zu exportieren. Der Großteil der griechischen Olivenölexporte erfolgt derzeit als markenlose Massengutlieferungen.

Siehe auch: Massenexporte aus Griechenland beflügeln die italienische Olivenölindustrie

Antonis Gravanis, Leiter der Abteilung für kleine und mittlere Unternehmen bei Enterprise Greece, betonte, dass die Nationale Interprofessionelle Olivenorganisation (Edoe) und Sevitel ihre Bemühungen koordinieren müssen, um die wachsenden globalen Chancen nicht zu verpassen.

Sowohl die neue Kommission als auch die Olivenproduzenten sollten neue Märkte ins Auge fassen, wie beispielsweise die Länder Subsahara-Afrikas, so die Wirtschafts- und Handelsberaterin der Ständigen Vertretung Griechenlands bei der Europäischen Union, Eftychia Bakopoulou.

In ihrer Rede bei dem Treffen erklärte Bakopoulou, dass Zertifizierungen und Standards wie die EU-Zertifizierungen g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) und g.g.A. (geschützte geografische Angabe) für griechisches Olivenöl und Tafeloliven deren Erfolgschancen auf neuen Märkten erhöhten.

Wie GargalianoiOnline berichtet, merkte Alkiviadis Kalambokis, Präsident des Exportverbands von Kreta, an, dass die Organisationen und Verbände des Olivensektors die Regierung seit langem auffordern, ein elektronisches Register für Oliventransaktionen einzurichten – ein entscheidendes Instrument zur Überwachung von Produktion und Handel. In anderen EU-Ländern, wie beispielsweise Italien, wurden solche Register bereits eingeführt.

Zu den Prioritäten zählte Kalambokis die Notwendigkeit einer neuen Lizenz für Olivenproduzenten. Er betonte zudem die Beschleunigung von Mehrwertsteuerrückerstattungen und die weltweite Förderung von griechischem Olivenöl.

Nach Ansicht einiger Teilnehmer der Sitzung sollten die griechische Identität und die einzigartige Geschichte des Landes bei der Exportförderung als wesentlich angesehen werden.

Dimitris Anastopoulos, Olivenölimporteur und Handelsberater, merkte an, dass viele konkurrierende Olivenanbauländer wie die Türkei und Tunesien ihre nationale Identität aktiv mit dem Produkt verbinden. Daher sei es notwendig, den griechischen Mythos, die Geschichte und die Ursprünge des Olivenöls zu nutzen, um die nationale Identität und die Exporteinnahmen zu stärken.

Das Treffen behandelte alle aktuellen Herausforderungen für Olivenproduzenten und -exporteure. Laut Dimitris Douzmanis, Exportberater bei Sevitel, hängt das weitere Wachstum des Sektors von seiner Fähigkeit ab, die griechische Identität mit dem Produkt zu verbinden und glaubwürdige Instrumente anzubieten, die die Qualität der Olivenexporte überprüfen und bestätigen.