Italien stellt 30 Millionen Euro für kleine und mittlere Produzenten bereit

Die Konferenz „Stato-Regioni“ hat die Mittel bereitgestellt, um den Erzeugern dabei zu helfen, die Qualität zu verbessern und die Produktion nachhaltig zu steigern.

Die italienischen Behörden haben beschlossen, 30 Millionen Euro bereitzustellen, um die Produktivität und die Qualität des Olivenöls bei kleinen und mittleren Landwirten und Erzeugern zu steigern.

Die neuen Mittel werden an Erzeuger vergeben, die sich auf nachhaltige Anbaumethoden und den Schutz der natürlichen Ressourcen konzentrieren.

Unser Land, das bei Qualitätsprodukten führend ist, muss seine Erträge steigern, um der stetig wachsenden Wettbewerbsstärke der anderen Erzeugerländer standhalten zu können. – David Granieri, Präsident von Unaprol

Die Stato-Regioni-Konferenz, das Gremium, das die nationale und regionale Politik in Italien koordiniert, hat festgelegt, dass die Fördermittel für erfolgreiche Antragsteller jeweils maximal 25.000 Euro betragen werden.

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Insgesamt sind die Erträge bei italienischem Olivenöl in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Nach Angaben des Internationalen Olivenrats ist die italienische Olivenölproduktion von durchschnittlich 645.000 Tonnen pro Jahr in den ersten fünf Jahren des 21. Jahrhunderts auf nur noch 280.000 Tonnen in den letzten fünf Erntejahren gesunken.

Die Notwendigkeit, sich an den Klimawandel anzupassen und den Einsatz wichtiger Ressourcen wie Wasser zu optimieren, wurde von Landwirtschaftsverbänden oft als strategische Hürde angeführt. Unaprol, der italienische Verband der Olivenölproduzenten, erklärte, dass die neuen Mittel Teil eines größeren Projekts zur Erhaltung und Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Produktionskette seien.

„Die Modernisierung traditioneller Olivenhaine und die Neuanpflanzungen werden Italien dabei helfen, seine hochwertige Produktion anzukurbeln, da sich das Produktionspotenzial in den letzten 30 Jahren halbiert hat“, sagte Unaprol-Präsident David Granieri. „Unser Land, das bei Qualitätsprodukten führend ist, muss seine Erträge steigern, um der stetig wachsenden Wettbewerbsstärke der anderen Erzeugerländer begegnen zu können.“

Die Stato-Regioni-Konferenz hat zudem grünes Licht für die Durchführungsmaßnahmen des kürzlich verabschiedeten Gesetzes zum Öltourismus gegeben, was dessen Umsetzung in den einzelnen Regionen beschleunigen dürfte.

Im Rahmen der neuen Gesetzgebung sind landesweit bereits zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen worden oder werden derzeit geplant, mit dem Ziel, das Einkommen der Landwirte zu sichern und Nachhaltigkeit, Qualität sowie die Kultur des Olivenöls zu fördern.

„Die neue Durchführungsverordnung zum Öltourismus wird es endlich ermöglichen, die historischen und architektonischen Schönheiten unseres Landes mit der Aufwertung eines der Symbole des ‚Made in Italy‘ zu verbinden“, schloss Granieri. „Wir erwarten nun, dass die einzelnen Regionen die neuen Vorschriften zügig umsetzen, damit die Olivenanbaugebiete diese neue, außergewöhnliche Chance nutzen können.“