Die italienische Regierung sagt 120 Millionen Euro Hilfe für das von Xylella heimgesuchte Apulien zu
Das Geld wird unter den Landwirten aufgeteilt, die einen Produktionsausfall von mindestens 30 Prozent erlitten haben.
Der italienische Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten hat ein Dekret unterzeichnet, das Einkommenshilfen in Höhe von 120 Millionen Euro (135 Millionen US-Dollar) für landwirtschaftliche Betriebe vorsieht, die in Apulien von Xylella fastidiosa betroffen sind.
Die süditalienische Region, die auch den Löwenanteil der Olivenölproduktion des Landes ausmacht, wird seit 2013 von der Ausbreitung des tödlichen Pflanzenpathogens heimgesucht.
„Mit dem Dekret geben wir grünes Licht für einen weiteren wichtigen, ich würde sagen grundlegenden Teil des apulischen Plans zur Wiederbelebung des Olivenanbaus und kommen damit all jenen Betrieben entgegen, die durch die Ausbreitung des Bakteriums erhebliche Schäden erlitten haben“, sagte Teresa Bellanova bei einer Pressekonferenz.
Nun ist es an der Regionalregierung Apuliens zu entscheiden, wie die Hilfsgelder aufgeteilt werden sollen, von denen der größte Teil für die stark betroffene südliche Verwaltungsregion Salento bestimmt ist.
Bis Ende 2020 werden den Erzeugern rund 85 Millionen Euro (95 Millionen US-Dollar) zur Verfügung gestellt, die letzten 35 Millionen Euro (39 Millionen US-Dollar) werden 2021 ausgezahlt.
Um Anspruch auf die Einkommensunterstützung zu haben, müssen Landwirte in einem einzigen Erntejahr aufgrund von Xylella fastidiosa einen Verlust von mindestens 30 Prozent ihrer verkaufsfähigen Bruttoproduktion erlitten haben.
„Ich hoffe natürlich, dass die Region Apulien so schnell wie möglich mit der Umsetzung des Dekrets fortfährt, damit die Landwirte nach Jahren der Schwierigkeiten die ihnen zustehenden Beiträge für maximal drei Jahre erhalten und auf diese Weise auch bei der Planung von Investitionen unterstützt werden, die auf die Zukunft der wirtschaftlichen Aktivitäten und des Olivenanbaus im Salento ausgerichtet sind“, sagte Bellanova.