Andalusien erklärt seine Landwirtschaft für Xylella-frei

Nach Abschluss von 600 Untersuchungen an regionalen Kulturpflanzen, darunter Oliven, Mandeln und Zitrusfrüchte, stellt Andalusien fest, dass die Plage nicht in das Gebiet eingedrungen ist.

Eine kürzlich durchgeführte, auf Andalusien ausgerichtete Studie hat bestätigt, dass das Bakterium Xylella fastidiosa in weiten Teilen der Landwirtschaft der Region nicht vorkommt. Die 600 Tests wurden an Oliven-, Mandel- und Zitrusbäumen sowie an Zierpflanzen durchgeführt – und zwar ausschließlich in den andalusischen Provinzen Almería, Granada, Málaga und Jaén.

Diese präventive Studie wurde vom Landwirtschaftsministerium der Region als Teil eines Notfallplans initiiert, um den EU-Vorgaben zur Verhinderung der Einschleppung und Ausbreitung des Bakteriums innerhalb der Union nachzukommen (die EU ist der weltweit größte Olivenölproduzent, dessen Industrie durch das Vordringen von Xylella zerstört werden könnte).

Im Rahmen des Plans führte Andalusien eine Reihe von Maßnahmen durch, darunter die oben erwähnte Testreihe. Diese diagnostischen Tests ermöglichten es, das Bakterium und seine Molekularbiologie zu analysieren und eine frühzeitige Erkennung zu gewährleisten, falls die Krankheit vorlag.

Seit seiner Entdeckung in Italien im Jahr 2013 wurde Xylella fastidiosa – das die Fähigkeit von Pflanzen zum Transport von Wasser und Nährstoffen hemmt – auch an anderen Orten in der EU nachgewiesen, darunter in Südfrankreich. Bislang ist Spanien davon verschont geblieben, und diese Tests bestätigen, dass der Pflanzenpathogen noch nicht die Grenzen Andalusiens überschritten hat.

Zu den weiteren vorbeugenden Maßnahmen über die Tests hinaus gehörte die Durchsetzung der Einhaltung der EU-Vorschriften bezüglich der Einfuhr von Pflanzenmaterial aus Drittländern. Darüber hinaus forderte Andalusien die spanische Zentralregierung auf, darauf zu bestehen, dass die regionalen Behörden im ganzen Land den Import von Pflanzenprodukten aus von Xylella betroffenen Gebieten verbieten.

All dies sind Anstrengungen, die die südspanische Region angesichts der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen, sollte sich die Seuche ausbreiten, sehr ernst nimmt. Andalusien ist der weltweit größte Olivenölproduzent, mit 1,5 Millionen Hektar Land, das für diesen Anbau genutzt wird.

Das Ergebnis sind rund 250.000 Familien und mehr als 300 Gemeinden, die vom Olivenanbau der Region abhängig sind – und hoffen, dass dies auch weiterhin so bleibt. Bislang läuft es gut für Andalusien, auch wenn der Kampf gegen das Bakterium sicherlich noch lange nicht vorbei ist.