Experten warnen vor einem massiven Befall durch den Olivenmotte in Jaén
Experten in den betroffenen Gebieten der spanischen Region haben einen bisher nie beobachteten Befall durch den Olivenmotte festgestellt.
Den Olivenbauern in Jaén wurde geraten, ihre Haine sorgfältig auf das Vorkommen des Olivenmottenbefalls (Prays oleae) zu untersuchen. Experten des Bauernverbands COAG haben Anzeichen für eine massive Ausbreitung festgestellt, die die bislang schwerwiegendste sein könnte.
Siehe auch: Nachrichten zur OlivenölproduktionCOAG Jaén forderte seine Mitglieder auf, Berater in ihren Olivenhainen hinzuzuziehen. Ein derart starker Befall durch den Mottenbefall stellt ein großes Risiko für den Olivenertrag der kommenden Erntesaison dar.
Experten der COAG stellten fest, dass die traditionellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Falters in diesem Jahr in vielen Gebieten durch das Wetter behindert wurden. Starke Regenfälle trafen die Region, als die Blütezeit gerade im Gange war.

Schäden durch Larven von Prays oleae Bernard (Lepidoptera: Yponomeutidae) an Olivenblättern
In den Gebieten, in denen keine Maßnahmen zur Eindämmung des Mottenbefalls ergriffen wurden, könnte sich der Schaden auf bis zu 50 Prozent der Olivenhaine ausweiten, warnte der COAG, während in behandelten Gebieten mit geringeren Schäden von bis zu 20 oder 30 Prozent zu rechnen sei.
Die Gruppe merkte außerdem an, dass die Temperaturen zwar in letzter Zeit gestiegen sind, die Hitze jedoch voraussichtlich nicht 35 °C (95 °F) oder mehr erreichen wird, was die Eier des Falters abtöten könnte.
Schnelles Handeln sei unerlässlich, sagten die Experten angesichts der ihrer Meinung nach beispiellosen Anzahl ausgewachsener Motten, die auf den Feldern gesichtet wurden. Sie warnen, dass ohne eine entschlossene Reaktion vielen Erzeugern im September ein starker Fruchtfall droht.