Italiens neuer Landwirtschaftsminister verspricht, die Ausbreitung von Xylella einzudämmen
Bei einem Treffen mit Vertretern der Olivenölbranche bekräftigte Teresa Bellanova ihre Entschlossenheit, die Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen, den betroffenen Landwirten und Ölmühlenbetreibern zu helfen und einen ständigen Dialog mit Brüssel zu pflegen.
Italiens neue Landwirtschaftsministerin traf sich bei einem Treffen in Rom mit Vertretern der Region Apulien und Fachleuten aus der Olivenölbranche, um über die kürzlich bereitgestellten Notfallmittel und die Eindämmung der Ausbreitung von Xylella fastidiosa zu sprechen.
„Wir gehen diese Plage mit Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit an“, sagte Teresa Bellanova. „Wir werden die verfügbaren Mittel und Ressourcen dringend und effektiv einsetzen, um die Ausbreitung des Bakteriums einzudämmen, die Forschung zu unterstützen und in sie zu investieren sowie die Wirtschaft der von Xylella betroffenen Gebiete zu schützen und wieder anzukurbeln.“
Unter den Teilnehmern war Gennaro Sicolo, Präsident von Italia Olivicola, der sagte: „Die bereitgestellten Mittel sollten zur Deckung der Kosten für die Rodung und die Neuanpflanzung mit resistenten Sorten sowie zur Entschädigung der Landwirte für die durch die Krankheit verursachten Einkommensverluste verwendet werden.“
Er wies zudem auf die Notwendigkeit hin, in die Forschung zu investieren, die technischen und bürokratischen Hindernisse zu beseitigen, die Unternehmen daran hindern, den Betrieb wieder aufzunehmen, sowie Mittel für Landwirte bereitzustellen, die monumentale Olivenhaine bewirtschaften, damit die Bäume unverzüglich veredelt werden können.
Der Präsident von Unaprol, David Granieri, war ebenfalls bei dem Treffen anwesend und forderte, dass die Entschädigung der Landwirte und Ölmühlenbetreiber, die durch Xyella schwer wirtschaftlich getroffen wurden, oberste Priorität haben müsse.
„Es ist unerlässlich, der Entschädigung der von dem Bakterium betroffenen Landwirte Vorrang einzuräumen“, sagte er. „Wir hoffen auf eine Lockerung der zahlreichen Auflagen für die Neuanpflanzung und auf Investitionshilfen, um die wirtschaftlichen Aktivitäten im Salento-Gebiet rasch wiederzubeleben.“
Granieri betonte zudem die Bedeutung präventiver Maßnahmen, darunter die Reduzierung der Einfuhrstellen für Baumschulmaterial nach Italien und die Stärkung des Netzwerks zur Pflanzengesundheitskontrolle.