Russlands Olivenölimporte gehen zurück
Nach einem stetigen Wachstum in den letzten 15 Jahren sind die russischen Olivenölimporte laut den vom Internationalen Olivenrat veröffentlichten Zahlen seit Jahresbeginn rückläufig.
Was den Olivenölverbrauch in den großen asiatischen Ländern angeht, wirkt der russische Verbrauch im Vergleich zu China und Indien geradezu griechisch.
Zwar importierten Russland und China im vergangenen Jahr laut dem jüngsten Bericht des Internationalen Olivenrats (IOC) jeweils etwa 35.000 Tonnen Olivenöl, doch hat Russland nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung Chinas.
Der durchschnittliche Russe verbrauchte im vergangenen Jahr beachtliche 250 ml Olivenöl, während der Durchschnittsbürger in China im ganzen Jahr weniger als zwei Esslöffel zu sich nahm. In Indien ist der Verbrauch sogar noch geringer.
Seit 2001 haben sich die russischen Olivenölimporte laut IOC verzehnfacht und beliefen sich auf fast 35.000 Tonnen. Spanien lieferte den größten Teil der Menge (56 Prozent), gefolgt von Italien (30 Prozent) und Griechenland (9 Prozent).
Betrachtet man jedoch die Zahlen seit Jahresbeginn, so zeigen die Daten des IOC, dass sich der Trend gewendet hat: In den letzten drei Monaten sind die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent zurückgegangen.
Was China betrifft, so sind die Olivenölimporte im bevölkerungsreichsten Land der Welt nach einem Höchststand von 46.000 Tonnen in der Saison 2011/2012 deutlich zurückgegangen.
Das IOC berichtete außerdem, dass sich der Preis für italienisches Olivenöl Ende April bei 5,94 €/kg stabilisiert hat. Die Preise für spanisches, tunesisches und griechisches natives Olivenöl extra haben in den letzten 12 Monaten durchweg einen Aufwärtstrend verzeichnet.