In Frankreich wurden schädliche Bakterien nachgewiesen

Die Befürchtungen des französischen Landwirtschaftsministeriums haben sich bewahrheitet, nachdem auf einem Markt in Rungis, einem Vorort von Paris, eine mit Xylella fastidiosa infizierte Kaffeepflanze entdeckt wurde.

Das gefürchtete Bakterium Xylella fastidiosa, das für die Infektion von Zehntausenden von Olivenbäumen in Süditalien verantwortlich gemacht wird, wurde erstmals in Frankreich nachgewiesen.

Anfang dieses Monats verhängte die französische Regierung Einfuhrbeschränkungen für Pflanzen aus der Region Salento in Apulien (Puglia), aus Angst, dass sich das Bakterium nach Frankreich ausbreiten könnte.

Die Befürchtungen des französischen Landwirtschaftsministeriums haben sich bewahrheitet, nachdem auf einem Markt in Rungis, einem Vorort von Paris, eine mit Xyllela fastidiosa infizierte Kaffeepflanze entdeckt wurde. Der Landwirtschaftsminister gab bekannt, dass die infizierten Pflanzen auf einem Großmarkt in der Nähe von Paris beschlagnahmt wurden und dass sie über die Niederlande aus Mittelamerika in die EU gelangt waren – angeblich auf demselben Weg, den das Bakterium genommen hatte, das die Olivenbäume in Apulien befallen hat.

Die Behörden untersuchen derzeit die genaue Herkunft der infizierten Pflanzen und erwägen die nächsten Schritte zur Eindämmung eines möglichen Ausbruchs.

In einer Studie vom Januar 2015 warnte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dass sich das Bakterium Xylella fastidiosa auf andere Länder der Europäischen Union (EU) ausbreiten und erhebliche Ernteschäden und -verluste verursachen kann.

Das Bakterium wird durch Insekten übertragen und kann mit den derzeitigen Mitteln nicht ausgerottet werden, ohne die infizierte Pflanze abzutöten.



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