Xylella fastidiosa bei Rosmarinpflanzen in Portugal nachgewiesen

Die Bakterien wurden bei Routinekontrollen in Lissabon und an der Algarve von den portugiesischen Behörden entdeckt. Es wurde bereits ein Eindämmungsprotokoll in Kraft gesetzt.

Die Behörden in Portugal haben bei zwei Rosmarinpflanzen im Zentrum und im Süden des Landes das Bakterium Xylella fastidiosa nachgewiesen.

Die Generaldirektion für Lebensmittel und Veterinärmedizin teilte mit, dass sie die Proben bei Routinekontrollen in Lissabon und an der Algarve identifiziert habe. Derzeit werden insgesamt 166 Proben analysiert.

Siehe auch: Fördermittel für die Erforschung von Biopestiziden gegen Xylella fastidiosa

Sowohl an der Algarve, der südlichsten Region Portugals, als auch in Lissabon wurde eine Zone mit einem Radius von 50 Metern eingerichtet, in der alle für Xylella fastidiosa anfälligen Pflanzen getestet werden. Zusätzlich wurde an beiden Standorten eine 2,5 Kilometer breite Pufferzone eingerichtet, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Die Behörden konnten bislang nicht feststellen, wie sich die beiden Rosmarinproben infiziert haben, befürchten jedoch Berichten zufolge, dass das Insekt Philaenus spumarius, allgemein bekannt als Wiesen-Spuckwanze, für die Infektionen verantwortlich sein könnte.

Derzeit laufen in Andalusien und Italien Bemühungen, die Bewegungen des Insekts zu verfolgen, das einer der Hauptüberträger des tödlichen Olivenbaum-Erregers ist.

Portugals erster Fall von Xylella fastidiosa wurde im Dezember 2018 bestätigt, als die Bakterien in Lavendelpflanzen in einem Zoo im Norden des Landes nachgewiesen wurden. Allerdings hat sich die Krankheit im Land nicht weit verbreitet und keine Olivenhaine befallen.

Nach Angaben der Europäischen und Mittelmeer-Pflanzenschutzorganisation wurden Ausbrüche von Xylella fastidiosa in drei weiteren europäischen Ländern bestätigt: Frankreich, Italien und Spanien.