Spanische Olivenölexporte profitieren von den Schwellenländern
Spanien, der weltweit führende Olivenölproduzent, behauptet seine Spitzenposition in der Branche, wobei der Großteil seines Wachstums auf neue Märkte zurückzuführen ist.
Spanien, der weltweit führende Olivenölproduzent, behauptet seine Spitzenposition in der Branche, wobei der Großteil seines Wachstums auf neue Märkte zurückzuführen ist.
Aktuelle Zahlen der spanischen Zollbehörde zeigen, dass die Exporte des Landes an abgefülltem Olivenöl im Jahr 2010 um 10 Prozent auf einen Rekordwert von 1,95 Milliarden Euro gestiegen sind. Noch höher fiel der Anstieg bei Ländern außerhalb der Europäischen Union aus; Spaniens Exportwachstum in Nicht-EU-Märkte betrug 17 Prozent, dank der Nachfrage aus schnell wachsenden Märkten wie China, Brasilien und Russland.
China ist mittlerweile der zehntgrößte Markt für spanische Ölexporte, mit einem Umsatz von 34,6 Millionen Euro (48,8 Millionen US-Dollar). Spaniens Exporte nach China haben sich seit 2007 verdreifacht. Vor kurzem erhielten die spanischen Olivenölexporte nach China einen Schub durch das Handelsabkommen von Hojiblanca mit der Yikhai Kerry Investment Co. Ltd., das zum Kauf von 3.000 Tonnen Olivenöl führte.
Auch in Brasilien ist der Verbrauch an spanischem Olivenöl stark angestiegen. Innerhalb von nur drei Jahren haben sich die Importe des Landes fast verdoppelt, wodurch es zum achtgrößten Markt für spanisches Olivenöl weltweit geworden ist. Im vergangenen Jahr kaufte Brasilien Olivenöl im Wert von 44,8 Millionen Euro (63,1 Millionen US-Dollar), gegenüber 28,1 Millionen Euro (39,6 Millionen US-Dollar) im Jahr 2007. Hojiblanca wird in diesem Jahr zwei Millionen Liter Olivenöl nach Brasilien liefern.
Im vergangenen Jahr produzierte Spanien 1,4 Millionen Tonnen Olivenöl. Italien, sein engster Konkurrent, produzierte 460.000 Tonnen. Griechenland produzierte unterdessen 360.000 Tonnen. Spaniens wichtigste Exportmärkte sind die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Australien, Italien und Portugal. Nach Angaben des Internationalen Olivenölrats (IOC) entsprach der Absatz von spanischem Olivenöl im vergangenen Jahr dem von Griechenland, Italien und Portugal zusammen.
Spaniens Olivenölindustrie umfasst etwa 1.950 Unternehmen. Der Großteil des Olivenöls des Landes wird in den autonomen Regionen Andalusien und Kastilien-La Mancha produziert. Andalusien, das für etwa 40 Prozent der gesamten spanischen Produktion verantwortlich ist, gilt als die Welthauptstadt der Olivenölproduktion. Kastilien-La Mancha produziert 6 Prozent der gesamten spanischen Erzeugung. Weitere Regionen, die an der Olivenölproduktion beteiligt sind, sind Extremadura, Aragonien, Katalonien und Valencia.