Der Olivenölverbrauch in Spanien stieg während des Ausnahmezustands an

Einem Regierungsbericht zufolge lag der Olivenölverbrauch während des viermonatigen Alarmzustands um 20 Prozent höher als vor oder nach der Ausrufung des Notstands.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung bestätigt die vereinzelten Hinweise darauf, dass die Covid-19-Pandemie die Inlandsnachfrage nach Olivenöl gesteigert hat.

Der Olivenölverbrauch der privaten Haushalte stieg in dem im Juli 2020 endenden rollierenden 12-Monats-Zeitraum im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum um 12,7 Prozent.

Siehe auch: Der Olivenölverbrauch in Spanien wächst weiter

Dem Bericht zufolge fielen die Monate mit den höchsten Raten des privaten Inlandsverbrauchs mit dem ersten Alarmzustand des Landes zusammen, der vom 14. März bis zum 21. Juni andauerte.

Ein Alarmzustand ist die niedrigste der drei Stufen des Ausnahmezustands.

In diesem viermonatigen Zeitraum verbrauchten die Spanier durchschnittlich 33.860 Tonnen Olivenöl pro Monat. In den verbleibenden acht Monaten des rollierenden Jahres hingegen verbrauchten die spanischen Haushalte durchschnittlich 28.160 Tonnen Olivenöl pro Monat.

Der Olivenölverbrauch erreichte sowohl im März als auch im Mai seinen Höchststand und lag bei 34.690 Tonnen bzw. 34.880 Tonnen.

Der erhebliche Anstieg des Olivenölverbrauchs in den Haushalten dürfte dazu beitragen, die schweren Verluste auszugleichen, mit denen die Produzenten des Landes konfrontiert sind, von denen viele unter den Auswirkungen der Pandemie auf den Handel sowie auf den Gastronomie- und Beherbergungssektor gelitten haben.

Der Trend zu einem steigenden Verbrauch in den Haushalten dürfte sich zudem fortsetzen, da Premierminister Pedro Sánchez Ende letzten Monats einen neuen Alarmzustand ausgerufen hat, der bis Mai andauern könnte. In vielen Teilen des Landes werden die Spanier erneut aufgefordert, zu Hause zu bleiben.