Der Verbrauch von nativem Olivenöl extra in Italien dürfte steigen, auch wenn die Konsumausgaben zurückgehen
Der Anstieg des Olivenölverbrauchs ist zum Teil auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen, die dazu geführt hat, dass Verbraucher ihre Ernährungsgewohnheiten geändert haben.
Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des italienischen Landwirtschaftsverbands (CIA) und des Marktforschungsunternehmens Nomisma wird der Verbrauch von nativem Olivenöl extra in Italien in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich um sechs Prozent steigen.
Die gestiegene Nachfrage nach dem Produkt kommt zu einer Zeit, in der die Konsumausgaben in den nächsten drei Jahrzehnten voraussichtlich um 10 Prozent zurückgehen werden. Dieser Rückgang spiegelt den Bevölkerungsrückgang in Italien wider, zeigt aber auch die wachsende Bedeutung von nativem Olivenöl extra für eine neue Generation von Verbrauchern.
Der Bericht kam insgesamt zu dem Ergebnis, dass die Italiener, während sich das Land von der Covid-19-Pandemie erholt, ihren Fokus auf gesündere und lokalere Lebensmittel verlagert haben.
Neben nativem Olivenöl extra wird die Nachfrage nach Bio-Produkten in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich um 44 Prozent steigen. Auch das Interesse an „Made in Italy“-Produkten, darunter Olivenöl, Pasta, Obst, Gemüse und Wein, hat wieder zugenommen.
Bei der Erstellung des Berichts gab Nomisma an, eine repräsentative Stichprobe von 1.500 italienischen Verbrauchern zu ihren Einkaufsgewohnheiten nach der Pandemie befragt zu haben.
Den Umfrageergebnissen zufolge hatte der landesweite Lockdown tiefgreifende Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Italiener angaben, sich zu ernähren und Lebensmittel einzukaufen.
Insgesamt sind die Verbraucherausgaben in Italien in den ersten vier Monaten des Jahres um 22 Prozent gesunken, doch die Lebensmittelverkäufe stiegen im April um sechs Prozent und in den ersten Monaten des Jahres um fünf Prozent.
Sechzig Prozent der Befragten gaben an, dass sie aufgrund der Pandemie lieber Lebensmittel aus lokaler Produktion kauften.
Gleichzeitig gaben 62 Prozent an, dass sie traditionelle Produkte aus bestimmten Regionen des Landes bevorzugten. Insgesamt gaben 49 Prozent der Befragten an, Produkte zu kaufen, die sie als gesund erachteten.