Olivenölverbrauch in den USA laut neuesten Zahlen um 9 Prozent gestiegen

Die Olivenölimporte stiegen in China um 38 Prozent, in Japan um 21 Prozent sowie in den Vereinigten Staaten und Brasilien jeweils um 9 Prozent.


Foto: Vivien Cord

Nach Angaben des Internationalen Olivenölrats stiegen die Olivenölimporte im Wirtschaftsjahr 2011/12 in China um 38 Prozent, in Japan um 21 Prozent, in Russland um 15 Prozent sowie in den Vereinigten Staaten und Brasilien jeweils um 9 Prozent.

Die im Markt-Newsletter des IOC für Dezember veröffentlichten Daten – die zwar noch vorläufig sind, nun aber das gesamte Jahr von Oktober bis September abdecken – zeigen außerdem, dass die Importe in Australien stabil blieben, in Kanada jedoch um 1 Prozent zurückgingen.

Auf dem Markt für Tafeloliven stiegen die Importe in Brasilien um 15 Prozent und in Australien um 1 Prozent, blieben in Kanada stabil und gingen in den USA um 4 Prozent sowie in Russland um 3 Prozent zurück.

Preise für natives Olivenöl extra

Die Preise ab Ölmühle in Spanien stiegen zwischen Dezember 2011 und Dezember 2012 um 50 Prozent, als sie 2,68 €/kg erreichten und schließlich wieder das Niveau vom April 2007 erreichten, wie der IOC-Newsletter ebenfalls berichtet.

In Italien stiegen die Preise zwischen Dezember 2011 und Dezember 2012 um 23 Prozent. Und innerhalb eines Monats bis zur zweiten Woche des vergangenen Dezembers stiegen sie von 2,67 €/kg auf 2,98 €/kg.

„In Griechenland sind die Erzeugerpreise gleichmäßiger und langsamer gestiegen, von 1,82 €/kg (Ende Juli) auf 2,04 €/kg in der dritten Dezemberwoche. Der Preisanstieg gegenüber der gleichen Woche des Vorjahres beläuft sich auf 8 Prozent“, so das IOC.

Die Preisdifferenz zwischen raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl extra liegt derzeit in Spanien bei etwa 0,10 €/kg und in Italien bei 0,64 €/kg.

US-Importe sollen zurückgehen

Die Importe auf dem wichtigen US-Markt werden voraussichtlich von 294.000 Tonnen im Erntejahr 2011/12 (Oktober bis September) auf 285.000 Tonnen im Erntejahr 2012/13 sinken, da sich die US-Produktion laut einem separaten IOC-Dokument mit dem Titel „Kennzahlen zum Weltmarkt für Olivenöle“ unterdessen von 6.000 auf 12.000 Tonnen verdoppeln wird.

Das IOC rechnet jedoch mit einem leichten Anstieg der Importe in einem weiteren großen Markt, Brasilien, von 68.000 auf 70.000 Tonnen.

Die weltweite Olivenölproduktion wird voraussichtlich 2,7 Millionen Tonnen betragen, der Verbrauch 3,1 Millionen Tonnen – ein Rückgang gegenüber 3,4 Millionen bzw. 3,2 Millionen Tonnen in der vergangenen Saison.