Elite-Verkoster prüfen 700 Olivenöle in New York

Die Juroren arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, Hunderte von Ölen rechtzeitig für die morgige Pressekonferenz und Preisverleihung zu bewerten.


Fabienne Roux aus Frankreich und Cesar Colliga aus Spanien gehören zu den 16 Juroren des New York International Olive Oil Competition.

Einige der Teilnehmer des Seminarprogramms des New York International Olive Oil Competition trafen sich zu einer Olivenölverkostung am Nachmittag im Fairway Market, doch die Juroren des Wettbewerbs blieben im International Culinary Center und arbeiteten fleißig weiter. Während Teilnehmer, Olivenölhändler und Seminarteilnehmer das schöne Wetter genossen, setzten die Juroren ihre mühsame Arbeit im Innenbereich fort und verkosteten Hunderte von Ölen.

Unter der Leitung von Dr. Gino Celletti, dem Vorsitzenden des Monocultivar Olive Oil Council, arbeitet eine Jury aus 16 Juroren unermüdlich daran, die Olivenöle zu verkosten und zu begutachten, um die Ergebnisse morgen Abend bekannt geben zu können.

Die Juroren, die 10 verschiedene Länder aus Europa, Asien, Afrika und Amerika vertreten, stehen vor der gewaltigen Herausforderung, aus den Einsendungen aus 22 verschiedenen Ländern die Gewinner in 24 verschiedenen Kategorien zu ermitteln.

Jedes der 700 Öle ist ein natives Olivenöl extra aus dem Wettbewerbsjahr. Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, werden die Öle mit einem zufälligen Code versehen und für die Bewertung mit einer undurchsichtigen Verpackung verdeckt.

Die Teilnehmer der gestrigen Seminare erhielten einen kleinen Einblick in den offiziellen Verkostungsprozess. Dr. Celletti referierte nicht nur über die Wissenschaft der sortenreinen Öle, für die morgen viele der Auszeichnungen vergeben werden, sondern das Publikum hörte auch Vorträge der Juroren Paul Vossen und Lina Smith.

Vossen, der derzeit das Verkostungsgremium der University of California leitet, erklärte genau, wie ein Juror Olivenöl anhand seines Geschmacks analysiert. Der Prozess ist eng mit dem chemischen Verständnis der Ölkomponenten verbunden. Nur mit einem geschulten Gaumen und einem ausgeprägten Gespür für Feinheiten in Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe lassen sich die geringsten Mängel erkennen.

Die eingereichten Proben, die in Kategorien nach geografischer Herkunft, Intensität und Sorten um Auszeichnungen konkurrieren, werden zudem in Bio- und Nicht-Bio-Öle unterteilt.

Nach dem morgigen ganztägigen Seminarprogramm zu den Themen Olivenölhandel, Markenbildung und globale Märkte werden die Gewinner auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, gefolgt von der feierlichen Preisverleihung. Auch wenn nur noch wenig Zeit bleibt, wird die diesjährige hochkarätige Jury sicherlich rechtzeitig fertig sein, um die würdigsten Beiträge des Wettbewerbs mit ihrer begehrten Auszeichnung zu ehren.