Mittelmeerdiät senkt offenbar das Risiko für Mundkrebs
Zwar scheint der Verzehr von rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln das Risiko für Mundkrebs zu senken, doch entscheidend ist auch, was man nicht isst.

Ein weiterer Grund, zu nativem Olivenöl extra und Gemüse zu greifen. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Anhänger der mediterranen Ernährung ein geringeres Risiko für Mundkrebs haben.
Eine im August im British Journal of Cancer veröffentlichte Studie ergab, dass eine Ernährung, die reich an minimal verarbeiteten Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl ist, das Risiko, an Mundkrebs zu erkranken, deutlich senkt. Während bei allen Probanden, die sich an diese Ernährungsweise hielten, über einen Zeitraum von 12 Jahren eine geringere Krebsrate festgestellt wurde, wiesen junge Erwachsene, Nichtraucher und Personen mit höherem Bildungsniveau das geringste Risiko auf.
Um die positiven Auswirkungen der Mittelmeerdiät zu erkennen, muss man nur einen Blick auf die Menschen in dieser Region werfen: Italiener weisen eine der niedrigsten Mundkrebsraten in Europa auf.
Laut Dr. Nigel Carter, dem Geschäftsführer der British Dental Health Foundation, scheint der Verzehr von rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln zwar das Risiko für Mundkrebs zu senken, doch geht es vielleicht eher darum, was man nicht isst.
„Es ist wirklich interessant zu beobachten, wie das Risiko für Mundkrebs mit der konsequenten Einhaltung der Mittelmeerdiät sinkt“, sagte er. „Der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel ist dabei ein entscheidender Faktor. Einige Experten glauben, dass eine ungesunde Ernährung für mehr als die Hälfte der Mundkrebsfälle im Vereinigten Königreich verantwortlich ist, und das Schlimmste daran ist, dass es wirklich einfach ist, eine Ernährung zu entwickeln, die einen vor dieser Gefahr bewahrt.“
Carter empfiehlt, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden und nur wenig Süßigkeiten zu essen, um das Risiko zu minimieren. Er sagt, dass die Einhaltung dieser Ernährungsweise auch umfassende positive Auswirkungen auf die Mundgesundheit hat, da viele ihrer Grundnahrungsmittel – Obst und Gemüse – sich positiv auf das Risiko für Zahnfleischerkrankungen auswirken.