Workshop zur Verbesserung der Fähigkeiten bei der Olivenölverkostung

Zwei der weltweit erfahrensten Olivenölverkoster, Paul Vossen und Richard Gawel, haben einen eintägigen Workshop organisiert, um Olivenölverkoster auf die nächste Stufe zu bringen.

Zwei der weltweit erfahrensten Olivenölverkoster, Paul Vossen und Richard Gawel, haben einen einzigartigen eintägigen Workshop organisiert, der Olivenölverkoster auf die nächste Stufe bringen soll.

Die Teilnehmer können sich auf einen Tag voller Informationen freuen, an dem sie durch Diskussionen, Übungen und praktische Verkostungen lernen, Geschmacksnoten, Aromen und die Qualität von Olivenöl zu erkennen.

Der Workshop, der am 27. Juli 2015 in Forestville, Kalifornien, stattfindet, richtet sich an Verkoster, die mit den positiven und negativen Eigenschaften von Olivenöl wie Fruchtigkeit, Bitterkeit, Schärfe und Ranzigkeit vertraut sind. Die Teilnehmer dieses Workshops bauen auf ihrem Grundwissen auf und lernen, wie sie ihre Fähigkeiten in der Olivenölverkostung durch wiederholten Kontakt mit verschiedenen Olivenölen verbessern können.

Paul Vossen, ein Pionier, der 1996 den ersten Olivenöl-Schulungskurs in Kalifornien anbot und 1997 mit der Ausbildung des California Taste Panel begann, sagte: „Das einzige echte Lehrmaterial ist Olivenöl. Um ein sachkundiger Verkoster zu werden, bedarf es viel Wiederholung.“

Im Laufe des Tages haben die Teilnehmer die Gelegenheit, die Eigenschaften exzellenter Öle kennenzulernen, indem sie preisgekrönte Olivenöle aus aller Welt verkosten. Während diese Erfahrung den Verkostern die besten Seiten des Olivenöls näherbringt, lehrt der Workshop die Teilnehmer auch, Mängel zu erkennen.

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„Oftmals erkennen Verkoster, dass etwas nicht stimmt, wissen aber nicht genau, was es ist“, sagte Vossen, der zweimal Mitglied der renommierten Jury des New York International Olive Oil Competition war. Der Kurs schult die Verkoster nicht nur darin, Mängel in Olivenölen zu identifizieren, sondern auch die Ursache der Mängel zu benennen – eine Fähigkeit, die die Glaubwürdigkeit des Verkosers erhöht.

Ein weiterer Schwerpunkt dieses Workshops liegt darauf, die Teilnehmer darin zu schulen, Eigenschaften von Olivenöl zu erkennen, die zu verschiedenen Lebensmitteln passen oder im Kontrast zu ihnen stehen. Dies wird durch Verkostungs- und Geruchsübungen vermittelt, bei denen die Teilnehmer bestimmte Eigenschaften und Intensitäten auf einer numerischen Skala zuordnen müssen. Das ultimative Ziel ist es, Verkoster darin zu schulen, starke Verbindungen zwischen Gehirn und Gaumen herzustellen, die ihnen helfen, bestimmte Aromen und Geschmacksrichtungen von Lebensmitteln in Verbindung mit Olivenöl abzurufen.

Richard Gawel, der die ersten beiden von der IOC anerkannten australischen Verkostungsgremien ausgebildet hat und ausgebildeter Statistiker ist, hat eine statistische Verteilung der Verkosterkonsistenz erstellt. Während die Verkostungsübungen eine objektive Messung der Konsistenz eines Verkosers ermöglichen, hilft die statistische Verteilung dabei, die Konsistenz jedes Verkosers mit der anderer zu vergleichen.

Der Kurs soll Produzenten, Importeuren, professionellen Olivenölverkostern und Menschen, die sich einfach für Olivenöl begeistern, Wissen über die Olivenölverkostung vermitteln, ohne dass dabei eine bestimmte Marke oder Herkunft des Olivenöls bevorzugt wird.

Vossen erklärt: „In den letzten 19 Jahren haben diese Schulungen den Produzenten geholfen, bessere Olivenöle herzustellen. Um ein gutes oder ein besseres Produkt herzustellen, muss der Produzent wissen, wie es schmeckt. Sie lernen, welchen Einfluss Sorte, Fruchtreife und die Behandlung der Früchte auf den Geschmack haben. Anschließend nehmen sie entsprechende Änderungen bei der Bewirtschaftung ihrer Olivenhaine vor.

„Die Fähigkeit, Olivenöl gut zu verkosten, hat zahlreichen Verarbeitern geholfen, Mängel in ihren Systemen zu beseitigen oder zu verringern, die die Qualität ihrer Öle beeinträchtigen könnten“, sagte Vossen. Die Verarbeiter haben gelernt, wie sich Details wie die Feinheit der Paste in der Mühle, die Malaxierzeit und -temperatur oder die Zugabe von Wasser in das System auf den Geschmack des Öls auswirken. Käufer und Verkäufer von Olivenöl haben diese Kurse in der Vergangenheit genutzt, um Olivenölqualitäten anhand des Geschmacks zu bestimmen, was dabei geholfen hat, den tatsächlichen Wert der Öle zu ermitteln.“