Produktionsstätte in Kilis (Türkei) eröffnet

Eine Produktionsstätte für Bio-Olivenöl wird den kürzlich angekommenen syrischen Flüchtlingen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

In Kilis, einer Provinz im südlichen Zentrum der Türkei an der Grenze zu Syrien, hat im vergangenen Monat eine Produktionsstätte für Bio-Olivenöl den Betrieb aufgenommen. Die Einwohnerzahl der Provinz hat sich durch die Ankunft syrischer Flüchtlinge, die vor dem Konflikt fliehen, verdoppelt.

Das Projekt wurde durch die finanzielle Unterstützung der Regionalentwicklungsbehörde des Südostanatolien-Projekts (GAP), des UNHCR (Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen) und des UNDP (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen) ermöglicht.

Die vom Verband der Bio-Olivenproduzenten von Kilis gegründete Anlage verarbeitet, verpackt und lagert die von lokalen Erzeugern geernteten Oliven und verfügt über eine Produktionskapazität von 80 Tonnen Olivenöl pro Tag. Rund 300 lokale Olivenproduzenten sind Mitglieder des Verbandes und können ihre Oliven hier verarbeiten lassen und erhalten einen Anteil an den Einnahmen aus dem Verkauf des Olivenöls.

Flüchtlingslager Kilis (Foto: Caravan Aid)

Flüchtlingslager Kilis (Foto: Caravan Aid)

Die Produktionsstätte beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter; diese Zahl wird sich voraussichtlich verdoppeln, sobald die volle Kapazität erreicht ist, und auch den kürzlich angesiedelten syrischen Flüchtlingen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

Das hier hergestellte Bio-Olivenöl wird unter dem Markennamen „Kilizri“ vermarktet und ist nicht nur in der Türkei, sondern auch in anderen Ländern erhältlich.

Olivenöl ist ein Grundnahrungsmittel der Küche in der Provinz Kilis, und Oliven gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Region. Die Kilis-Olive eignet sich ideal für die Olivenölproduktion, da sie eine hohe Ölausbeute, eine dünne Schale und einen kleinen Kern aufweist. Die Oliven werden in der Region zudem zur Seifenherstellung verwendet.